Acker

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Ein Acker, auch Feld oder Schlag genannt, ist ein landwirtschaftlich genutzter Boden (Kulturboden), der regelmäßig zum Beispiel mit einem Pflug und/oder anderen Ackergeräten bearbeitet und mit einer Feldfrucht bestellt wird.

Dabei sind die Wörter nicht vollständig als Synonyme zu verstehen: Man spricht von einem Weizen- oder Rapsfeld, aber meist von einem Kartoffel- oder Rübenacker. Hinsichtlich des Gebrauchs dieser Wörter gibt es auch landschaftliche Unterschiede. Ein als Acker genutztes Land wird als Ackerland bezeichnet.

Als Ackerkrume oder auch Bodenkrume wird die lockere, bearbeitete, mit organischem Material angereicherte oberste Schicht (in etwa 30 cm) eines Ackers bezeichnet (siehe Mutterboden). In bestimmten Gegenden (Kurland) wurde der Begriff auch für die aufkeimende Saat benutzt. Die Ackerscholle oder kurz Scholle ist eigentlich ein großes Erdstück, das durch den Pflug aufgeworfen wurde. Letzterer Begriff wird auch veraltet als Metapher für Heimat gebraucht.

Etymologie[Bearbeiten]

Das althochdeutsche Wort ackar, acchar ist germanischer Abstammung und mit dem altenglischen æcer „Feld, wo Angebautes wächst“ (> englisch acre „Maßeinheit zur Flächenbestimmung von Grundstücken“), altnordisch akr „Feld“ (> islandisch akur, norwegisch / schwedisch åker „Feld“) eng verwandt. Alle werden auf protogermanisch *akraz „Feld“ zurückgeführt. Verwandt sind auch griechisch agrós „Feld“, lateinisch ager „Feld, flaches Land“ und altindisch ájra- „Fläche, Ebene“.

Traditionell wird das Wort als ro-Ableitung zu indogermanisch *aǵ- „treiben, lenken“ erklärt, was voraussetzt, dass die Ausgangsbedeutung „unbebaute Flur, wohin das Vieh getrieben wird; Weide“ war. Elmar Seebold bringt hingegen ins Spiel, dass indogermanisch *aǵ- nicht nur „treiben, lenken“, sondern auch „sammeln“ bedeutete (vergleiche nebst anderem Ecker, das auf indogermanisch *aǵro-no- „Sammelfrucht“ zurückgeführt werden kann, sowie griechisch ageírō „ich versammle“ und agréō „ich greife“); damit kann für indogermanisch *aǵros als Ausgangsbedeutung „Ort, wo gesammelt, geerntet wird“ angesetzt werden. Ein weiterer Vorschlag stammt von Jost Trier, der von einem r- oder n-Stamm und damit einem indogermanischen *aǵer, *aǵen ausgehen möchte (vergleiche griechisch agṓn „gehegter Kampfplatz“ und agorấ „Versammlungsort“); die Ausgangsbedeutung wäre gemäß dieser Herleitung „umhegter Platz“.