Inanna

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Obwohl jünger als die meisten anderen Großen Götter Mesopotamiens, erkämpfte sich Inanna mit der ihr eigenen Zielstrebigkeit und Raffinesse einen Platz unter den mächtigsten Göttern.

Anfang des 4. Jahrtausends v. Chr. erwählte sie die Stadt Uruk mit dem dortigen Herrscher Meskiaggašer (ein Sohn ihres Bruders Utu) zu ihrer Heimstatt. Dazu entwendete sie zahlreiche Me von Enki und brachte einen Teil der Raumstation Ans vom Himmel herab, welcher nun ihren Tempel Eanna („Himmelshaus“) bildet.

Unter Enmerkar, dem Sohn Meskiaggašers und ihrem Geliebten, machte sie Uruk zur größten und einer der mächtigsten Städte der damaligen Zeit, das sogar die im fernen Iran liegende Metropole Aratta besiegte. Auch den nächsten König Lugalbanda unterstützte sie tatkräftig; mit dessen Sohn Gilgamesch hingegen verbindet sie eine ambivalente Beziehung.

Berühmt ist Inanna nicht nur für ihre skrupellose und erfolgreiche Politik, sondern auch ihre amourösen Abenteuer mit zahlreichen Liebhabern. Einst war der junge Gott Dumuzi („der Hirte“) ihr Gemahl, der jedoch unter tragischen Umständen zu Tode kam. Ihr Sugal (Wesir) ist die Göttin Ninšubura.



Personendaten[Bearbeiten]