Monografie

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Als Monografie (auch Monographie) bezeichnet man eine umfassende, in sich geschlossene Abhandlung über einen einzelnen Gegenstand, also ein einzelnes Werk oder ein spezielles Problem.

Abgrenzung[Bearbeiten]

Die häufigste Form der Monografie ist in der Literatur die Biografie, die auch das Gesamtwerk bzw. die Bedeutung und allgemeine Bewertung eines Künstlers, Schriftstellers oder einer sonstigen für die Öffentlichkeit meist bedeutenden Person behandelt.

Wissenschaft[Bearbeiten]

Bei wissenschaftlichen Druckwerken mit völlig voneinander getrennt von verschiedenen Autoren verfassten Kapiteln handelt es sich dagegen in der Regel um Sammelbände oder Handbücher. Von letzteren, die durchaus auch von einem einzigen Autor verfasst sein können, unterscheidet sich die Monografie formal in der Regel durch Thesenbildung und die Bearbeitung einer konkreten Forschungsfrage. Handbücher hingegen wollen grundsätzlich den aktuellen Forschungsstand zusammenfassend darstellen, nicht wesentlich über ihn hinausweisen.

In der Wissenschaft hat die Monografie bis heute in vielen Fächern herausragende Bedeutung. Insbesondere in den Kultur-, Literatur-, Sprach- und Sozialwissenschaften sind Monografien nach wie vor wichtige Forschungsbeiträge, da sie nicht nur neue Fragestellungen bearbeiten, sondern komplexe Themenfelder zusammenfassen und dabei auch Primär- und Sekundärliteratur verdichten. Monografien können somit für ihren jeweiligen Fachbereich zu Standardwerken werden.

In akademischen Publikationsverzeichnissen wird meist zwischen Monografien, Herausgabewerken, Beiträgen in Sammelbänden und Fachzeitschriften, Rezensionen und Miszellen sowie Internettexten unterschieden. In Literatur- und Quellenverzeichnissen finden sich – je nach Konventionen des Faches – häufiger Unterscheidungen zwischen Monografien, Aufsätzen und Internetquellen.

Quellen[Bearbeiten]

  • Helmut Hiller: Wörterbuch des Buches. 4., vollständig neu bearbeitete Auflage. Klostermann, Frankfurt am Main 1980