Rhodos

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Rhodos (Ródos, it. Rodi) ist mit rund 1401 Quadratkilometern die viertgrößte Insel Griechenlands und die Hauptinsel der griechischen Inselgruppe Dodekanes in der Südost-Ägäis. Nach der Volkszählung von 2011 hatte die Insel 115.490 Einwohner. Davon lebt fast die Hälfte in der Stadt Rhodos, dem Hauptort und touristischen Zentrum im Norden. Die Einwohner heißen Rhodier. Das Wappentier von Rhodos ist der springende Hirsch, der Elafos genannt wird.

Die Insel bildet seit der Verwaltungsreform 2011 die Gemeinde Rhodos und zusammen mit den Inselgemeinden Megisti, Symi, Tilos und Chalki den Regionalbezirk Rhodos (Periferiakí Enótita Ródou), der 20 Abgeordnete in den 51-köpfigen Regionalrat der Region Südliche Ägäis entsendet.

Name[Bearbeiten]

Der Name Rhodos leitet sich nicht von altgriechisch τὸ ῥόδον ‚Rose‘ ab, sondern ist vorgriechisch. Eher besteht ein Zusammenhang mit dem wohl phönizischen Ursprung des neugriechischen Wortes für Granatapfel, (rodia). Bis 1982 wurde der Name im Neugriechischen wie im Altgriechischen mit dem Hauchzeichen (Spiritus asper) geschrieben, was im Deutschen durch h wiedergegeben wird (Rhodos).

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Rhodos liegt auf der Trennlinie zwischen der inselreichen Ägäis, von der es einen Teil des Südostrandes bildet, und dem inselarmen Levantischen Meer, beides Teilmeere des Mittelmeers.

Rhodos ist 78 km lang und 38 km breit. Ihr Zentrum ist von Athen, der griechischen Hauptstadt auf dem europäischen Festland, rund 430 km entfernt. Von der Nordwestküste am Rhodes International Airport (Diagoras) sind es in Richtung Norden bis zur türkischen Südwestküste nur etwa 17,5 km, was die geringste Entfernung der Insel zu Kleinasien ist. Der Westküste sind die kleineren Inseln Chalki (9 km) und Alimia (7 km) sowie weitere sogenannte Schäferinseln vorgelagert.

Landschaftsbild[Bearbeiten]

Die Landschaft ist insbesondere im Inneren von Bergen und Kiefernwäldern geprägt. Die höchsten Erhebungen sind der Attavyros mit 1215 m über dem Meer, der Akramitis mit 825 m, sowie der Profitis Ilias mit 798 m. Die bis an die Küsten reichenden Berge fallen meist steil zum Meer ab. Der Süden und Norden der Insel sind deutlich flacher. Im Süden liegt die kleine Halbinsel Prasonisi.